Spurenelemente für Ihr Meerwasseraquarium
Spurenelemente sind die „Vitamine“ Ihres Riffsystems. Sie werden in extrem geringen Mengen benötigt, spielen aber eine entscheidende Rolle für die Korallenfarbe, das Wachstum, die Polypenaktivität und den Stoffwechsel . Auf dieser Seite finden Sie alle riffverträglichen Spurenelemente, die Ihrem Aquarium zu neuem Glanz, Stabilität und Farbenpracht verhelfen.
Warum sind Spurenelemente so wichtig?
Spurenelemente bilden die Grundlage hunderter biologischer Prozesse: Enzymaktivität, Korallenstoffwechsel, Photosynthese der Zooxanthellen und die Bildung von Pigmenten wie Blau, Rosa, Violett und Gelb. SPS-Korallen verbrauchen Spurenelemente besonders schnell.
Die wichtigsten Vorteile:
- Bessere Pigmentbildung → intensivere Farben
- stärkeres Wachstum von SPS und LPS
- gesündere Bakterienkultur
- aktive Erholung nach Stress oder Bleichung
- stabile Wasserchemie in Balling-Systemen
Hauptspurenelemente und ihre Funktionen
1. Jod
Unerlässlich für Weichkorallen (wie Xenia), SPS-Farbe und -Resistenz.
Anwendung: Täglich oder wöchentlich, je nach Verbrauch.
2. Strontium
Fördert das Kalziumskelettwachstum und stärkt die Struktur von SPS und LPS.
Oft zu niedrig in Systemen mit vielen kalkhaltigen Algen.
3. Eisen (Fe)
Aktiviert die Photosynthese und die Farbpigmente. Essentiell für Makroalgen und SPS-Anlagen.
Sehr wirksam: Dosierung stets vorsichtig.
4. Mangan
Unterstützt den Stoffwechsel und die Polypenwirkung von SPS/LPS.
Verbraucht sich in starken Beleuchtungssystemen schnell .
5. Kalium
Verantwortlich für die blauen/violetten Pigmente in Acropora und Montipora.
Zu niedrig eingestellt = matte Farben.
6. Fluor und Bromid
Unterstützt die LPS-Schleimschicht und sorgt für Glanz/Reflexion bei Korallen.
Spurenelemente durch Funktion
Zur Farbverstärkung
- Kalium
- Eisen
- Mangan
- Jod
Für Wachstum und Verkalkung
- Strontium
- Barium
- Bor
Woran erkennt man, dass die Spurenelementkonzentration zu niedrig ist?
Häufige Anzeichen:
- verblasste oder braune Farben
- reduzierte Polypenaktivität
- langsameres Wachstum
- SPS, die unter Lichteinwirkung „verblassen“.
- Der ICP-Test zeigt: I-, Sr-, Fe- oder K-Wert zu niedrig
Wie dosiert man Spurenelemente?
Drei gängige Methoden:
- Balling Light → automatische Mikrodosierung per Pumpe
- Tägliche manuelle Dosierung → kleine Mengen pro Tag
- ICP-gesteuerte Dosierung → höchste Genauigkeit
Häufige Fehler bei Spurenelementen
- Blinddosierung ohne ICP
- zu hohe Eisen-/Mangan-Dosen → Algenprobleme
- uneinheitliche Dosierung
- Dosierung von Spurenelementen ohne Ca/KH/Mg-Gleichgewicht
Häufig gestellte Fragen zu Spurenelementen
- Muss ich Spurenelemente täglich einnehmen?
- SPS-Systeme: Ja. LPS-/Soft-Aquarien: 2–3 Mal pro Woche ist oft ausreichend.
- Kann man zu viele Spurenelemente dosieren?
- Ja. Eisen, Jod und Mangan sind besonders anfällig für Überdosierungen.
- Helfen Spurenelemente bei Farbproblemen?
- Ja. Kalium, Eisen und Mangan haben einen direkten Einfluss auf die Farbpigmente.
- Sind ICP-Tests notwendig?
- Für ambitionierte Riffaquarianer: unbedingt. Es beugt Überdosierung und Mangelerscheinungen vor.
➤ Siehe auch:
Kalzium- und KH-Zusätze · ICP-Wasseranalyse · Makroalgen für natürliche Stabilität