Was ist Phytoplankton und warum ist es in Ihrem Meerwasseraquarium unerlässlich?
Phytoplankton sind mikroskopisch kleine Algen, die Licht, CO₂ und Nährstoffe in Sauerstoff und organisches Material umwandeln. Betrachten Sie es als die Grundlage des Nahrungsnetzes: von Copepoden bis zu Korallen – alles profitiert von einer lebenden Planktonschiicht.
- Was Phytoplankton genau ist und welche Funktion es in Ihrem Riffsystem hat
- Welche Arten am häufigsten verwendet werden (Nano / Syno / Iso)
- Wie Sie dosieren, wann Sie pausieren und welche Fehler Sie vermeiden sollten
- Wie Plankton mit Refugium & Makroalgen für das Nährstoffmanagement zusammenwirkt
Tipp: Dies passt gut zu Nitrat & Phosphat im Gleichgewicht halten .
Schauen Sie sich unseren Artikel Lebendplankton kaufen – Arten, Dosierung & Kombinationen für eine komplette Übersicht und intelligente Mischstrategien an.
Was genau ist Phytoplankton?
Phytoplankton sind mikroskopisch kleine Algen, die im Wasser schweben und die Grundlage praktisch jedes natürlichen Meeresökosystems bilden. Sie wandeln Licht, CO₂ und Nährstoffe (wie Nitrat und Phosphat) in Sauerstoff und organisches Material um. Betrachten Sie Phytoplankton als den „Lebensmittelladen“ des Meeres: Jeder gewinnt daraus Energie und Nahrung.
Warum ist Phytoplankton in einem Meerwasseraquarium wichtig?
🌱 Nahrungsquelle: unerlässlich für Filterfresser (Korallen, Muscheln, Schwämme) und besonders Copepoden.
🧪 NO₃/PO₄-Aufnahme: Plankton nimmt Nährstoffe auf und kann so dazu beitragen, unerwünschten Algendruck zu mindern.
💡 Natürliche Stabilität: fördert die mikrobielle Vielfalt und unterstützt Biofilm & Bakterienhaushalt.
Ist alles Plankton gleich?
Sicher nicht. Nicht jedes Plankton ist Phytoplankton, und selbst innerhalb des Phytoplanktons gibt es verschiedene Arten, jede mit ihrer eigenen Funktion. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Arten wie Nannochloropsis und Synechococcus – die wir bei ReefBucket frisch züchten.
Neugierig auf unsere frischen Planktonarten?
Die besten Phytoplanktonarten für Ihr Meerwasseraquarium
Nicht jedes Plankton ist gleich. Bei ReefBucket züchten wir bewusst verschiedene Arten von lebendem Phytoplankton, jede mit einem eigenen Ziel: Korallenwachstum, Copepodenpflege oder Nährstoffsteuerung.
🟢 Nannochloropsis (Nano)
Diese grüne einzellige Alge ist ein echtes „Arbeitstier“. Nannochloropsis enthält viel EPA (Omega-3), Chlorophyll und Antioxidantien.
- 🔁 Tägliche Dosierung für allgemeines Nährstoffmanagement
- 🐠 Nahrung für Filterfresser, Schwämme, Korallen
- ⚖️ Hilft beim Ausgleich von Nitrat/Phosphat
➕ Tipp: Verwenden Sie NanoShot als Konzentrat – Sie benötigen weniger davon für den gleichen Effekt.
🔵 Synechococcus
Synechococcus ist eine Picocyanobakterie mit effizienter Lichtabsorption und reichen Pigmenten. Viele Riffaquarianer verwenden sie als „Diversitäts-Booster“.
- ⚡ Stimuliert mikrobielle Aktivität und Dynamik
- 🌈 Unterstützt die bakterielle Biodiversität in Ihrem Riff
- 🧪 Kann beim Ausgleich von Mikroorganismen helfen
➕ Kombinieren Sie es zusätzlich zu Nano für eine breitere Basis: Synechococcus ansehen
🧬 Isochrysis galbana
Eine goldbraune Flagellate mit außergewöhnlich hohem DHA-Wert (ideal für Pods & Zucht).
- 🧡 Ernährung von Copepoden und Rädertierchen
- 🐚 Filterfresser wie Austern, Weichtiere, Tridacnas
- 💡 Hilft bei der Larvenüberlebensrate (Korallenbrut / Jungfische)
➕ Häufig in der professionellen Zucht verwendet: Isochrysis Galbana
Schnelle Auswahl in 20 Sekunden
- Allround täglich: BioBlend (Nano + Syno)
- Pod-Zucht / Mandarinfisch: Isochrysis
- Kompakt / „wenig dosieren“: NanoShot
👉 Im nächsten Abschnitt: wie Sie dosieren, wann Sie pausieren und welche Fehler Sie vermeiden.
Wie dosiert man Plankton in einem Meerwasseraquarium?
Plankton zu dosieren scheint einfach, aber es funktioniert am besten, wenn Sie es auf Ihre Nährstoffe, Besatzung und Filterung abstimmen. Im Folgenden finden Sie einen praktischen Ansatz für Anfänger und Fortgeschrittene (mit BioBlend, NanoShot und Synechococcus).
📅 Wann dosieren?
- 🌄 Vorzugsweise morgens oder kurz bevor das Licht angeht
- 🌒 Mit Refugium: während des Lichtzyklus Ihres Refugiums
- 🚫 Vermeiden Sie die Dosierung direkt nach einem Wasserwechsel oder nach (viel) Aktivkohle
⚠️ Häufige Fehler
- ❌ Zu viel Dosierung bei niedrigen NO₃/PO₄ → Film/Bakterienblüte
- ❌ Schlechte Belüftung/Strömung → Plankton setzt sich ab oder stirbt schneller
- ❌ Im Kühlschrank aufbewahren ohne zu schütteln → sauerstoffarm in der Flasche
➜ 10–40 ml / 100L (je nach Ziel)
Beginnen Sie niedrig, steigern Sie die Dosis und passen Sie sie mit NO₃/PO₄ an. Bei Konzentrat (NanoShot) benötigen Sie weniger Volumen.
10–20 ml / 100L / Tag
30–40 ml / 100L / Tag
3–6 ml / 100L / Tag
✅ Clever kombinieren
Wechseln Sie für ein breiteres Nährstoffprofil ab: BioBlend + Isochrysis. Fügen Sie Synechococcus hinzu, wenn Sie am Bakterienhaushalt arbeiten oder bei (Wieder-)Inbetriebnahme.
💡 Wann pausieren?
- 📉 Wenn NO₃/PO₄ extrem niedrig sind (0 oder fast 0)
- 🔬 Bei bakterieller Blüte (milchiges Wasser, Sauerstoffstress)
- ⚙️ Bei größerer Wartung/Filterwechsel
Plankton & Nährstoffmanagement: natürliches Gleichgewicht von Nitrat und Phosphat
In einem lebendigen Meerwasseraquarium ist das Gleichgewicht zwischen NO₃ und PO₄ essenziell. Zu viel → Algen. Zu wenig → Wachstumsstopp und instabile Biologie. Plankton und Makroalgen können zusammen als „sanfter Regulierer“ wirken.
🌊 Plankton als sanfter Regulierer
Lebende Planktonarten wie BioBlend, Synechococcus und Isochrysis nehmen aktiv Nährstoffe auf.
- Füttern nützliche Bakterien in Ihrem Filtersystem
- Helfen, starke Schwankungen abzufedern
- Keine „chemischen Rückstände“ – rein biologisch
🍇 Makroalgen: zusätzliche Kraft mit Caulerpa
In einem Refugium kann Caulerpa racemosa Nitrat und Phosphat aufnehmen – ideal in Kombination mit Plankton.
- Plankton → mehr mikrobielle Aktivität → Makroalgen wachsen oft schneller
- Makroalge → nimmt „Überschuss“ an Nährstoffen auf → System bleibt stabiler
- Zusammen → lebendiges Ökosystem in Ihrem Refugium
⚖️ Richtwerte und Verhältnis
- NO₃: 1–10 ppm
- PO₄: 0,02–0,10 ppm
- Verhältnis: Redfield-ähnlich (± 16:1)
Plankton für Korallenwachstum & Farbe
Möchten Sie eine bessere Polypenöffnung, schnelleres Wachstum und intensivere Farben? Dann ist lebendes Plankton oft das fehlende Glied – besonders wenn Ihre stabilen Grundwerte bereits stimmen.
🌟 Warum Korallen Plankton brauchen
Viele Korallen beziehen Energie aus Licht, aber externe Ernährung bleibt wichtig – besonders in Systemen mit vielen SPS oder hohem Wachstum. Plankton liefert Fettsäuren, Mikronährstoffe und stimuliert die „Lebendigkeit“ im System.
- EPA & DHA: essentiell für den Zellaufbau
- Pigment-Unterstützung: Nahrung + Licht → intensivere Farben
- Gewebevitalität: oft vollere Polypen und bessere PE
Welches Plankton für welche Korallen?
- LPS (Acan/Euph.): BioBlend
- SPS (Acro/Monti): Isochrysis
- NPS: NanoShot
➜ 5–10 ml / 100L pro Tag
Dosieren Sie vorzugsweise (kurz) bevor die Beleuchtung ausgeht, wenn die Polypen oft weiter geöffnet sind. In kleinen Becken können Sie auch mit NanoShot arbeiten (geringeres Volumen).
⚠️ Häufige Fehler
- Zu wenig füttern → Farbverlust / „Hunger-Look“
- Zu viele Pulver/Trockenfutter → PO₄-Spitzen
- Keine Abwechslung → unvollständigeres Nährstoffprofil
Plankton für Fische, Pods und Mikroleben
Plankton ist nicht nur für Korallen. Es ist die Basis Ihres Nahrungssystems: Es füttert Pods, die wiederum (indirekt) Ihre Fische unterstützen. Dadurch entsteht ein Riff, das selbstversorgender wird.
Von Phyto → Pods → Fische
- 🌱 Phyto füttert Copepoden/Amphipoden/Rädertierchen
- 🦐 Pods werden zu Futter für kleine Fische und Larven
- 🐟 Weniger Stress: kontinuierlich „Jagdfutter“ verfügbar
Isochrysis als Turbo
Besonders Isochrysis führt oft zu schnellerer Vermehrung und stärkeren Nauplien.
Tipp: In einem Refugium mit Caulerpa funktioniert eine tägliche Mini-Dosis NanoShot oft sehr stabil.
Robusteres Riff
- 💧 Bakterielles Gleichgewicht (u.a. über Synechococcus)
- 🌱 Biofilmbildung & klareres System
- 🔄 Bessere Nährstoffzirkulation im gesamten Becken
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